Goethes Briefe an Auguste zu Stolberg by Goethe and Stolberg-Stolberg

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By Nicholas Ortiz Posted on Dec 25, 2025
In Category - Law & Society
Stolberg-Stolberg, Augusta Louise, Gräfin zu, 1753-1835 Stolberg-Stolberg, Augusta Louise, Gräfin zu, 1753-1835
German
Ever wonder what the real Goethe was like behind the famous poems? This book lets you read his mail. It's a collection of letters he wrote to a young woman named Auguste zu Stolberg when he was in his twenties, just before he wrote 'The Sorrows of Young Werther.' Forget the marble bust—here's Goethe as a passionate, restless, and sometimes awkward friend, pouring his heart out about art, love, and his search for meaning. It's a surprisingly intimate look at a genius in the making, caught between polite society and the wild feelings that would soon define an era.
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Die Großbuchstaben I und J werden im Original nicht unterschieden. Im Original gesperrt gedruckter Text wurde mit _ markiert, fett gedruckter Text mit *. In Antiqua gedruckter Text wurde mit # markiert. * * * * * Goethes Briefe an Auguste zu Stolberg Im Insel-Verlag zu Leipzig Einleitung des Herausgebers »Der Liebe Sehnsucht fordert Gegenwart.« -- Goethe, mit jedem Pulsschlage seiner Empfindung nach greifbarer Gegenständlichkeit, nach sinnenfälliger Wirklichkeit drängend, ist zu versichern nicht müde geworden, daß persönliche Bekanntschaft erforderlich sei, »das Siegel eigentlich auf jedes wahre sittliche Verhältnis zu drücken.« Doch auch er hat einmal geglaubt, mit Augen der Sehnsucht den fernenden Nebel durchdringen zu können, der ihm ein leiblich nie geschautes Antlitz verbarg, mit Armen der Freundschaft hinüberreichen zu können über eine Kluft, die keine unmittelbare Begegnung überbrückte. In jener bedeutsamen Zeit deutscher Geistesentwicklung ist das gewesen, da unsere Literatur, wiedergeboren aus dem Schoße frisch erwachten Naturgefühles, aufbrausend im »Sturm und Drang« erneuerter Jugendfülle, alle suchenden Seelen in gleichen Bann schlug, da Goethe, der diese neue Literatur mitgeschaffen, jung wie sie, voll leidenschaftlichen Verlangens, einstimmende Herzen von Nähen und Weiten forderte. »Sturm und Drang« -- an dem ergreifendsten Erzeugnis dieser aufgewühlten Epoche, an den »Leiden des jungen Werthers« hatte sich Auguste Luise Gräfin zu Stolberg-Stolberg entzündet, als sie im Januar 1775 an den ihr fremden Dichter den ersten Brief richtete. Geboren am 7. Januar 1753, Sprößling eines uralten niederdeutschen Geschlechtes, lebte sie »still und bewegt« ein unscheinbares reiches Leben; das südliche Holstein, die dänische Insel Seeland, die Niederungen der Elbmündung sind mit ihrem Wechsel von Wiese und Buchenwald, von Moor und Ackerfläche, von schäumender Meeresbrandung und kosendem Landsee der begränzte Schauplatz dieses weiten Daseins gewesen. Gustchens Vater, Graf Christian Günther, war seit 1756 Hofmarschall der Königin-Witwe Sophia Magdalena in Kopenhagen; als er 1765 starb, hatte er jedes seiner zahlreichen Kinder für alle Folgezeit gefestigt in dem ihm eigenen Sinne lauterer Frömmigkeit und frohen Bekennermutes. Die Mutter (gest. 1773), eine harmonische Natur, den »schönen Seelen« des Pietismus verwandt, mit regsamer Empfindung und Kraft der Phantasie begabt, ward den Ihren gemütvolle Erweckerin einer entschiedenen Neigung und Fähigkeit zur Dichtkunst, und dieser allgemeine poetische Geist vertiefte und verklärte sich an Wesen und Werk des Messias-Dichters Klopstock, der, 1751 nach Dänemark berufen, in vertrautester Freundschaft zur Familie stand. Klopstock ist der Leitstern geblieben, nach dem die Stolberge ihr Leben und Dichten gerichtet haben; nach seinem Muster hat Gustchens ältere Schwester Katharina ihr biblisches Drama »Moses« verfaßt. Und auch Bruder Friedrich Leopold, dessen schöner ausdauernder Enthusiasmus sich die Liebe jugendlicher Mitstrebenden wie die Anerkennung kritischer Nachwelt erwerben durfte, ist der früh eingesogenen Bewunderung Klopstocks niemals untreu geworden, ob er gleich voll Selbstgefühls sein _Zögling_ nicht hat heißen mögen, den schlichten Ton singbaren Liedes jeder volltönenden Odenform vorgezogen hat und, von dem Wehen des »Sturmes und Dranges« ergriffen, einzig im eigenen Bewußtsein, in der sich selbst verbürgenden Dichterkraft Maß und Richtschnur seines Schaffens hat erkennen wollen. »Sturm und Drang« -- wohl müßte es reizvoll sein, diese mächtige Bewegung sich in empfindsamer Mädchenseele bewähren zu sehen, aber die Briefe Gustchens, die uns solchen Anblick bieten könnten, sind den Flammen zum Opfer gefallen, denen Goethe 1797 die Dokumente aller seiner persönlichen Beziehungen überantwortet hat. Dafür zeigen uns seine eigenen Antworten vom Jahre 1775 das Schauspiel der jungen Zeit in seiner erhabensten Gestalt. Wie machtvoll weht uns aus diesen Zeilen, die mit strudelnder Feder »hingewühlt« sind, der feurige Atem des Dichtergenius entgegen, der das Mysterium der Welt und des eigenen Herzens zu lösen ringt, der die Wirrsale des Daseins, das Wonne und Schmerz zugleich ist, in künstlerischen Formen zu bändigen strebt! Wie wechselt in diesem klopfenden Busen, der...

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This isn't a novel with a plot. It's a one-sided conversation captured on paper. From 1774 to 1777, a young Johann Wolfgang von Goethe wrote a series of letters to Auguste ("Gustchen") zu Stolberg, a noblewoman he admired but barely knew. We don't have her replies, so we're just listening to him talk. He shares his excitement over his early writing, his deep doubts, his travels, and his intense friendships. You watch him shape the ideas that would explode onto the page in 'Werther.' It's like finding someone's diary from the most important year of their life.

Why You Should Read It

Reading these letters feels like getting a backstage pass to literary history. The Goethe here isn't the celebrated elder statesman; he's a brilliant, moody young man trying to figure himself out. His voice is immediate and raw. You see his famous 'Sturm und Drang' passion not as a literary style, but as his actual, messy emotional state. It makes his later, polished works feel even more remarkable, knowing the real person wrestling with those big feelings behind them. Auguste, though silent, becomes a fascinating figure—the trusted confidante he chose for these private thoughts.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves biography, history, or peeking into the private lives of great artists. If you've ever enjoyed Goethe's plays or poetry, this will add a rich, human layer to your understanding. It's also a great pick for readers who enjoy real-life epistolary stories. Just know you're signing up for a quiet, thoughtful read, not a fast-paced drama. The drama is all in watching a legend become himself, one handwritten page at a time.



⚖️ Legacy Content

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Lucas Scott
7 months ago

Used this for my thesis, incredibly useful.

Susan Walker
1 year ago

I was skeptical at first, but it challenges the reader's perspective in an intellectual way. I learned so much from this.

Oliver Perez
1 year ago

The index links actually work, which is rare!

Kimberly Thomas
1 year ago

Thanks for the recommendation.

5
5 out of 5 (24 User reviews )

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