Esau e Jacob by Machado de Assis

(20 User reviews)   7217
Machado de Assis, 1839-1908 Machado de Assis, 1839-1908
Portuguese
Ever wondered what would happen if a mother's favorite child was chosen before birth? That's the strange situation at the heart of Machado de Assis's 'Esau e Jacob.' Forget the biblical epic—this is a sharp, witty story about twin brothers born into a wealthy Rio de Janeiro family, destined to be rivals from the womb. Their mother, Dona Natividade, gets a prophecy that her boys will grow up to be great men... but also bitter enemies. We follow them from childhood into politics and love, as they find themselves on opposite sides of every fight. It's a brilliant, funny, and surprisingly modern look at family, fate, and how we can't escape who we are.
Share

Read "Esau e Jacob by Machado de Assis" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

als achtundvierzig Stunden. Von dem Tage, an welchem Wilhelm im St. Jamespalast ankam, hatten selbst die unpopulärsten Agenten der gestürzten Regierung, selbst die Diener der römisch-katholischen Kirche, von der Wuth des Pöbels nichts mehr zu fürchten. In Schottland war der Gang der Ereignisse ganz anders. Dort war das Gesetz selbst ein Gegenstand der Beschwerde und Jakob hatte sich durch ausdrückliche Anwendung desselben vielleicht mehr Unpopularität zugezogen als durch Verletzung desselben. Die gesetzlich eingeführte Landeskirche war die verhaßteste Institution des ganzen Reichs. Die Tribunale hatten einige so empörende Urtheilssprüche gefällt und das Parlament einige so bedrückende Verordnungen erlassen, daß, wenn diese Urtheilssprüche und diese Verordnungen nicht für ungültig erklärt wurden, nicht daran zu denken war, eine Convention zusammenzubringen, welche sich die öffentliche Achtung erzwang und der Ausdruck der öffentlichen Meinung war. Es stand zum Beispiel kaum zu erwarten, daß die Whigs in dieser Zeit ihrer Macht es sich ruhig gefallen lassen würden, ihr erbliches Oberhaupt, den Sohn eines Märtyrers und Enkel eines Märtyrers, von dem Parlamentshause, in welchem neun seiner Vorfahren als Earls von Argyle gesessen hatten, ausgeschlossen zu sehen, ausgeschlossen durch ein richterliches Erkenntniß, über welches das ganze Königreich empört war. Noch weniger ließ sich erwarten, daß sie die Wahl der Vertreter von Grafschaften und Städten den Vorschriften des bestehenden Gesetzes gemäß vornehmen lassen würden. Denn nach dem bestehenden Gesetz konnte kein Wähler seine Stimme abgeben, ohne geschworen zu haben, daß er sich von dem Covenant lossage und in kirchlichen Angelegenheiten das Supremat des Königs anerkenne.[1] Einen solchen Eid aber konnte kein strenger Presbyterianer leisten, und wenn derselbe verlangt worden wäre, so würden die Wahlkörper nichts als kleine Gesellschaften von Prälatisten gewesen sein, die Sorge für Sicherheitsmaßregeln gegen Bedrückung wäre den Bedrückern überlassen geblieben, und die große Partei, die an der Durchführung der Revolution den thätigsten Antheil genommen, würde in einer aus der Revolution hervorgegangenen Versammlung nicht einen einzigen Vertreter gehabt haben.[2] Wilhelm sah ein, daß er nicht daran denken durfte, den Gesetzen Schottland's die strenge Achtung zu Theil werden zu lassen, die er kluger- und rechtschaffnerweise den Gesetzen England's erwiesen hatte. Es war durchaus notwendig, daß er Kraft seiner eignen Autorität bestimmte, wie die Convention, welche in Edinburg zusammentreten sollte, zu wählen sein würde, und daß er sich selbst die Befugniß ertheilte, einige Erkenntnisse und einige Gesetze zu annulliren. In Folge dessen entbot er mehrere Lords in das Parlament, die durch Urtheilssprüche, welche die allgemeine Stimme laut als ungerecht verdammte, ihrer Ehrenstellen beraubt worden waren, und nahm es auf sich, die Verordnung zu ignoriren, welche den Presbyterianern das Wahlrecht entzog. Wahlen für die Convention. Die Folge davon war, daß die Wahl fast aller Grafschafts- und Burgfleckenvertreter auf Whigcandidaten fiel. Die geschlagene Partei beklagte sich laut über unehrliches Spiel, über die Rohheit des Pöbels und über die Parteilichkeit der präsidirenden Magistratspersonen, und diese Klagen waren in vielen Fällen wohlbegründet. Unter Regenten wie Lauderdale und Dundee lernen die Nationen nicht Gerechtigkeit und Mäßigung.[3] Mißhandlung des Episkopalklerus. Das so lange und so streng niedergehaltene Volksgefühl brach übrigens nicht bei den Wahlen allein mit Heftigkeit hervor. Die Köpfe und Hände der Whigmärtyrer wurden von den Thoren Edinburg's herabgenommen, von zahlreichen Volkshaufen in Procession nach den Gottesäckern getragen und mit feierlicher Ehrfurcht zur Erde bestattet.[4] Es hätte noch sein mögen, wenn die öffentliche Begeisterung sich in keiner tadelnswertheren Form geäußert hätte. Leider aber wurde in einem großen Theile Schottland's der Klerus der Landeskirche gemißhandelt.[5] Der Beginn dieses Unwesens war auf den Christmorgen festgesetzt, denn nichts ärgerte die strengen Covenanters mehr als die Ehrfurcht, mit der der Prälatist die alten Feiertage der Kirche heiligte. Daß diese Ehrfurcht bis zum Lächerlichen übertrieben werden kann, ist allerdings...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

If you're expecting a straight retelling of the Bible story, think again. Machado de Assis takes that ancient rivalry and plants it firmly in 19th-century Brazil, right as the country is shifting from an empire to a republic.

The Story

The book follows Pedro and Paulo, identical twins born to the wealthy and anxious Dona Natividade. Before they can even speak, a fortune teller tells their mother they are destined for greatness—and for conflict. The prophecy becomes a self-fulfilling curse. As they grow, the brothers can't help but oppose each other. They choose different political parties, champion opposing ideas about Brazil's future, and, most dramatically, fall in love with the same captivating woman, Flora. The story isn't about big battles, but about the quiet, relentless competition that defines their lives and tears their family apart.

Why You Should Read It

Machado has this incredible way of being both funny and deeply philosophical. He narrates the story like a wise, slightly mischievous friend whispering gossip in your ear. He doesn't just tell you what happens; he jokes about it, questions his own characters, and makes you think about free will and destiny. Are the brothers doomed by the prophecy, or are they just using it as an excuse to be difficult? The characters feel incredibly real in their flaws. You'll recognize the overbearing mother, the stubborn siblings, and the woman caught in the middle who can't make up her mind.

Final Verdict

This is a perfect book for anyone who loves character-driven stories with a sharp edge. If you enjoy family dramas, political satire, or authors who play with storytelling itself, you'll find a lot to love. It's not a long book, but it's packed with clever observations about human nature that still ring true today. A classic that feels anything but dusty.



⚖️ Copyright Free

No rights are reserved for this publication. You do not need permission to reproduce this work.

Kimberly Hernandez
11 months ago

High quality edition, very readable.

Andrew White
1 year ago

Finally a version with clear text and no errors.

Matthew Thompson
1 year ago

Having read this twice, the flow of the text seems very fluid. One of the best books I've read this year.

Lucas Johnson
1 month ago

Honestly, the content flows smoothly from one chapter to the next. Don't hesitate to start reading.

Ashley Torres
1 year ago

Enjoyed every page.

5
5 out of 5 (20 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks